Der RCDS Nordrhein-Westfalen verurteilt ausdrücklich die Besetzung von Hörsälen in Nordrhein-Westfalen!

Am 07. November wurde der größte Hörsaal der Universität Duisburg-Essen vom Aktionsbündnis „End Fossil: Occupy Duisburg“ besetzt.

Auf die Besetzung machen die Aktivisten zudem über ein Banner mit der Aufschrift „Besetzt! Gegen fossile Energien! Für Klimagerechtigkeit!“ aufmerksam. Der Studienbetrieb ist somit erheblich gestört.

Der RCDS Nordrhein-Westfalen verurteilt diese widerrechtliche Besetzung aufs Schärfste!

„Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen tragen mit ihrer Arbeit wesentlich zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Diese zu blockieren ist ein klares Zeichen für die fehlende Realitätswahrnehmung der Besetzer. Viele Studenten wollen gerade mit ihrem Studium langfristig unsere Gesellschaft transformieren. Daran werden sie bedauerlicher Weise gehindert!“, so der Landesvorsitzende Pavel Zelenyak.

Der RCDS sieht hier zudem die Universitätsverwaltung in der Verantwortung. Diese solidarisiert sich weitgehend mit den Zielen der Besetzer und verzichtet zunächst auf das Ergreifen hausrechtlicher Maßnahmen. Der RCDS kritisiert deutlich, dass die Universität Sympathie mit den Aktivisten zeigt und nicht für einen reibungslosen Studienbetrieb sorgt.

„Das digitale Abhalten der verhinderten Vorlesungen oder das Ausweichen auf nicht besetzte Räume ist ein fatales Signal an alle Studenten. Wenn sich die Universität nicht klar gegen eine solche Aktion ausspricht, legitimiert sie Besetzungen als Mittel des Protests. Eine freie, plurale und unabhängige Lehre und Forschung hat damit nichts mehr zu tun!“ , so Zelenyak weiter.

Der RCDS bekennt sich ausdrücklich zu einem starken Klimaschutz sowie einer entsprechenden Forschung. Der produktive und konstruktive Austausch muss jedoch in einem pragmatischen Rahmen stattfinden. Die Besetzung erschwert die konstruktive Auseinandersetzung zu diesem Thema. Gerade Hochschulen und Universitäten stehen historisch für freie Meinungsäußerung sowie die konstruktive Debatte. Der RCDS verurteilt das Ignorieren dieser Werte durch die Besetzer klar.

Mit Besorgnis betrachtet der RCDS zudem die Unterstützung der Aktivisten durch den AStA der Universität Duisburg-Essen.

„Es ist nicht tragbar, dass der AStA als mutmaßlicher Vertreter aller Studenten undemokratische Besetzungen toleriert. Der AStA unterstützt damit eine destruktive Form des Aktivismus, die den Studienbetrieb maßgeblich beeinträchtigt!“, so Pavel Zelenyak abschließend.

Der RCDS NRW fordert die Universität dazu auf, Maßnahmen gegen die Besetzung zu ergreifen und so einen reibungslosen Ablauf der Lehre zu ermöglichen. Das Recht der Studenten auf Bildung darf der unrechten Besetzung nicht untergeordnet werden.

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